Steam manuell installieren/updaten bei langsamer Internetverbindung

Gerade in Gegenden, wo es nicht selbstverständlich ist eine schnelle Internetverbindung zu haben, kann es hinderlich sein, bestimmte Programme zu aktualisieren oder zu installieren. Erschwert wird dies durch die setup-Skripte, die die Entwicklern zum Download bereitstellen, die dann erst das eigentliche Programm herunterladen. So ist es bei vielen Browsern wie Firefox oder Chrome. Häufig kommt es dann vor, dass es während des Downloads der Daten zu Timeout- oder anderen Verbindungsfehlern kommt. Die Abhilfe: Standalone- oder Offlineinstaller, die keine Netzverbindung benötigen, um ein Programm zu installieren oder zu aktualisieren. Eine Abhilfe die manche Programme, wie die Onlinegamingplattform Steam nicht anbieten. Ich kann euch jedoch eine Abhilfe zur Abhilfe geben. Es folgt ein Tutorial für Windows, wie man die Steam Daten manuell herunterladen kann.

Schritt 1: Das Steam-Setup Programm und installieren.

Ladet das Programm herunter (Link) und „installiert“ es. Es wird ein Skript durchlaufen, der mit „Updating Steam“ oder ähnlich beschrieben wird. Wenn ihr ein Fenster mit „downloading packages“ seht (weißer Untergrund), könnt ihr die Prozedur abbrechen. Steam hat im Hintergrund ein Log geschrieben, in dem man lesen kann, welche Pakete heruntergeladen werden müssen.

Schritt 2: Das Log auslesen

Wechselt mit eurem Explorer in das Steam-Installationsverzeichnis. (Standardmäßig unter  C:\Program Files (x86)\Steam  bei 64-Bit Systemen) In dem Unterverzeichnis logs befindet sich eine .txt-Datei mit dem Namen bootstrap_log.txt. Öffent diese Log und scrollt möglichst weit nach unten und sucht nach Zeilen, die in etwa so aussehen:

Hier sieht man, welche Pakete das Installerskript herunterladen und installieren wollte. Bereinigt:

 Schritt 3: Die benötigten Pakete herunterladen

Dafür benötigt man zunächst passende URLs, die auf die Pakete verweisen. Diese kann man ganz einfach zusammenbasteln:

 Also beispielsweise ist der Downloadlink des ersten Paktes folgender:

Ganz wichtig sind hier die Hashes hinter dem Dateitypen .zip. Diese sollte man nicht verändern! Ladet nun alle Pakete herunter (waren in meinem Selbstversuch etwa 130 MB, wobei das größte Paket 24,8 MB groß war) und verändert auch beim Abspeichern der Pakete den Dateinamen nicht!

Schritt 4: Die Pakete in Steam einbauen

Wechselt nun wieder in das Installationsverzeichnis von Steam und verschiebt oder kopiert alle heruntergeladenen Pakete in das Unterverzeichnis packages.

Schritt 5: Steam updaten lassen

Dazu müsst ihr im Verzeichnis nur die steam.exe ausführen oder salopp gesagt: Steam einfach starten. Es erscheint diesmal erneut das Updatefenster, allerdings werden diesmal keine großen Dateien mehr heruntergeladen, sondern die heruntergeladenen Pakete benutzt.

Solltet ihr im Updatefenster wieder die Meldung bekommen, dass neue packages heruntergeladen werden, könnt ihr das setup wieder unterbrechen und wieder bei Schritt 2 einsteigen. In der Regel sind dies Dateien, die nach den Dateien im ersten Durchlauf zur Installation benötigt werden (waren bei mir 54,4 MB unterteilt auf 13 Pakete, wovon das größte 13,9 MB groß war).

Quelle die mir geholfen hat:

www.redit.com

Am Ende bleibt mir nur noch zu sagen: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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